| Aktion "Tagwerk" |
|
|
Sammelaktion zum Tagwerk-Projekt 2009 der Städt. Realschule am Sportpark- Aktion „Schüler helfen Schülern“ -
Dormagen: Nach einer sehr erfolgreichen
Sammelaktionen der Städtischen Realschule am Sportpark vor den Sommerferien mit
können nun verschiedene Hilfsprojekte in Afrika und Südamerika unterstützt
werden. Aktion Tagwerk leistet entwicklungspolitische Bildungsarbeit in
Deutschland und hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema Afrika nachhaltig in den
Schulunterricht zu integrieren. Durch die Suche nach einem eintägigen Arbeitsvertrag bei Firmen, Handwerkern und Dienstleistungsunternehmen in Dormagen und Umgebung und durch tatkräftige Hilfeleistung und Unterstützung innerhalb der Verwandtschaft konnten nahezu 450 Teilnehmer immerhin 4.319,53 € für Angola, Burundi, Ruanda, Südafrika, Sudan und für Lateinamerika (Fundación Pies Descalzos) erarbeiten. In Afrika, wie auch in Südamerika sind fehlende Bildungschancen der Nährboden für Gewalt und die Rekrutierung von Kindersoldaten.
Die Hälfte der Spendengelder soll an eine sehr bedürftige
Schule im Armenviertel von Barranquilla in Kolumbien gespendet werden. Zudem
soll ein Hilfsprojekt in Zentralafrika unterstützt werden. Die Aktion
der Städtischen Realschule am Sportpark „Schüler helfen Schülern“
wurde von den Schülern mit Begeisterung umgesetzt. Unser Dank gilt ganz besonders den vielen Firmen, Kleinunternehmern, Geschäftsleuten und auch den Eltern, die die Arbeit und das Engagement der Kinder hilfreich und geduldig unterstützt haben.
Nobert Grimbach
Das Projekt „Kinder
helfen Kindern“ läuft an unserer Schule schon seit über fünf Jahren, meist
im Zusammenwirken mit dem Hilfsprojekt „Dein Tag für Afrika“ (Tagwerk NRW
e.V.). Die Schüler jobben für einen Tag, um mit dem verdienten Geld Wohlfahrtsprojekte
zu unterstützen oder sie basteln Freundschaftsbändchen, verkaufen
selbstgebackenen Kuchen usw. für den guten Zweck, die Unterstützung der Fundación
„Pies Descalzos“ in Kolumbien. So haben wir in einem Zeitraum von fünf
Jahren ca. 25.000 € für eine Schule im Armenviertel von Barranquilla/Kolumbien
gesammelt. Die Präsidentin der Shakira-Stiftung „Pies Descalzos“, Frau
Maria Emma Mejia, wurde auf unsere Schule aufmerksam, da wir die einzige Schule
waren, die die Stiftung von Shakira unterstützte. Ein Blitzbesuch der
Präsidentin an unserer Schule in Dormagen
anlässlich einer Unesco-Gala 2005 in Neuss ehrte unsere Tätigkeit und
führte dazu, dass ich im Februar 2009 zur Einweihung einer von Shakira
gestifteten Schule in Barranquilla/Kolumbien eingeladen wurde. Die Einweihung
der Schule, inmitten eines Armenviertels gelegen, wurde vornehmlich in ganz
Süd- und Mittelamerika, aber auch in Europa mit großem Interesse verfolgt. Die
Anwesenheit von Präsident Alvaro Uribe und der internationalen Presse sorgte
für große Aufmerksamkeit. Shakira, übrigens eine sehr bescheidene und
feinsinnige Persönlichkeit, erhielt für ihre Verdienste nicht nur bei der
Einweihung eine besondere Auszeichnung durch den Präsidenten von Kolumbien,
sondern wurde aktuell auch vor wenigen Tagen mit dem „Ehrenpreis Kinderrechte“
der Vereinten Nationen (Unicef) ausgezeichnet.
Durch meinen Besuch in Barranquilla wurde meine Motivation zur Unterstützung dieser durch Bürgerkrieg, Armut und fehlender Infrastruktur gepeinigten Menschen verstärkt. Soeben habe ich 7 Pakete mit Schulmaterial (Bunt- und Bleistifte, Radiergummis, Spitzer usw.) bei der Post abgegeben. Man kann nicht glauben, das „Radiergummis – gomas de borrar“ dort so schwierig zu besorgen sind. Morgen (29.09.09) werden wir mit 680 Schülern einen Sponsored Walk zu Gunsten von Afrika (Kongo) und Kolumbien durchführen.
“Todos sabemos
que la educación es la clave para revelar el talento de los niños es un
poderoso instrumento para romper el ciclo de la pobreza”. Zitat: Shakira “Wir wissen alle, dass die Erziehung der Schlüssel für die Entwicklung der Kinder ist und ein mächtiges Instrument, um den Kreislauf der Armut zu zerbrechen“. Neben Armut und Ungleichheit leidet Kolumbien vor allem an den Auswirkungen von fast 50 Jahren Bürgerkrieg. Seit den 1960er Jahren kämpfen Drogenmafia, staatliche Einheiten und Rebellen gegeneinander. Opfer des Konflikts ist häufig die Landbevölkerung. Allen Kriegsparteien konnten bereits Morde und Massaker nachgewiesen werden. Die unsichere Sicherheitslage, aber auch die Armut vieler Bauern, ist ein wichtiger Motor für die Landflucht. Heute leben drei Viertel der Einwohner in Städten, viele von ihnen in Armenvierteln. Relativ erfolgreich ist der kolumbianische Staat dagegen bei der Bekämpfung des Analphabetentums: nur etwa zehn Prozent der Einwohner sind des Lesens und Schreibens nicht mächtig. Eine Unterstützung durch Spenden benötigen nicht nur die Armen Kolumbiens - auch die Natur braucht Hilfe. Kolumbien gilt als das Land mit der zweitgrößten Artenvielfalt weltweit. Vor allem der tropische Regenwald im Osten des Landes ist von konkurrierenden Nutzungsinteressen, zum Beispiel Holzeinschlag, bedroht. Auch der Bürgerkrieg trägt erheblich zur Umweltzerstörung bei.
Norbert Grimbach
|
| < zurück | weiter > |
|---|





